Welches Rezept zum Osterlamm backen?

Informationen rund um das Osterlamm

Das Lamm, Lamm Gottes oder Agnus Dei, ist das seit den Ursprüngen des Christentums bekannte Symbol für Jesus Christus. Versehen mit der Siegesfahne stellt das Osterlamm das Synonym für die Auferstehung Jesus Christi dar. Das Osterlamm wird als Wappen immer mit einem Heiligenschein versehen dargestellt. Bereits im Alten Testament taucht das Lamm als Opfertier auf. Beim jüdischen Pessach-Fest ist das Schlachten des Lamms ein zentraler Teil des Rituals. Das Lamm steht für das Leben und die Unschuld. Die Farbe Weiß symbolisiert innere Reinheit und Frömmigkeit. Jesus Christus bezeichnete sich selbst als „das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt“. Das Fleisch wurde unter dem Altar platziert, im Rahmen der Messe geweiht und war das erste Mahl der Christen am Auferstehungstag.

Das Lamm verkörpert Christus im bildlichen Sinne

Das Osterlamm ist ein christliches Symbol
Foto: Didgeman/pixabay

Das Osterlamm ist für die Christen ein ganz besonderes Tier. Es ist nicht nur Bestandteil der österlichen Bräuche, sondern als zartes Fleisch und als Backwerk auch eine Bereicherung für die österliche Tafel. Besonders in Ungarn ist das Osterlamm schon um die erste Jahrtausendwende zu einem bedeutenden Bestandteil der Osterfeierlichkeiten geworden. Mittelalterliche Schriften berichten, dass im ungarischen Ort Tihany Lämmer im Rahmen der Zeremonien zu Ostern geopfert wurden. Einige Wirtschaftsbetriebe sind inzwischen darauf spezialisiert, Lämmer genau zur Osterzeit als schlachtreif verkaufen zu können. Aber diese Lämmer finden nicht nur Käufer, damit ihr Fleisch verzehrt werden kann. Auch Betreiber von Ostermärkten oder Zoos sind Abnehmer der kleinen Wiederkäuer. Als Attraktion auf diversen Veranstaltungen sind die kuscheligen Lämmer attraktiver Magnet für die Kinder. In der griechisch-orthodoxen Kirche ist das Osterlamm noch heute von großer Bedeutung.

Verwendung des Osterlamms in der heutigen Zeit

In unseren Breiten ist das Osterlamm meist nur mehr als süßes Naschwerk in Verwendung. Verführerisch für den Gaumen, aus flaumigem Biskuitteig und mit Puderzucker bestäubt, findet es bei Schleckermäulern aus allen Schichten der Gesellschaft seine Anhänger. Als Süßspeise im Osterkorb, neben Eiern und Brot, wird es zur Weihe in die Kirche gebracht und beim anschließenden Osterfrühstück verzehrt. Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang, dass das Osterfest nicht nur den feierlichen Höhepunkt des Kirchenjahrs darstellt, sondern auch das Ende der Fastenzeit einläutet. Ganz bewusst wird deshalb der Ostertisch besonders festlich und vor allem üppig gedeckt, schließlich darf man nach (mehr oder weniger) langer Enthaltsamkeit jetzt wieder nach Herzenslust zugreifen und sich die österlichen Köstlichkeiten schmecken lassen. Die Weihung der Speisen im Vorfeld geht auf uralte Fastenvorschriften zurück. Der Verzehr der geweihten Speisen soll Segen spenden und für gute Vorzeichen im weiteren Jahresverlauf sorgen.

Das Lamm galt seit jeher als Opfertier

Christlich geprägte Darstellung des Osterlamms
Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Im übertragenen Sinn wird Jesus Christus auch heute noch als Lamm Gottes bezeichnet. Besonders im Johannes Evangelium wird die Bedeutung des Lamms klar hervorgehoben. Als Osterlamm Bedeutung im christlichen Altertum wurde frisch geschlachtetes Lammfleisch unter den Altar gelegt, um es weihen zu lassen. Zu Ostern war es Brauch, dass die erste Mahlzeit des Auferstehungstages eben dieses geweihte Lammfleisch war. Bereits im Mittelalter wurde das Lammfleisch zunehmend durch Hasen oder Fasane ersetzt. Heute ist der ursprüngliche Brauch in unseren Breiten etwas zurückgetreten und wurde durch das gebackene Osterlamm ersetzt. Dieses erfreut sich zunehmender Bedeutung. Gerade dem aktuellen Trend, zurück in die eigenen vier Wände entsprechend. Das häusliche Backen fördert den Zusammenhalt und schafft wieder ein Gemeinschaftsgefühl für die ganze Familie. Traditionell erfolgt das Backen am Gründonnerstag und wird neben Eiern, Wurst und Fleisch in der Kirche geweiht und ist fixer Bestandteil des Osterfrühstücks.